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ganz fertig. Ich war mit mir ſelbſt zufrieden, denn
ich hatte die Ueberzeugung, daß mein Probeſtück ausnehmend gelungen war. Auch arbeitete ich mit ſo großem Eifer, daß ich nicht bemerkte, wie der Bildhauer ſeit einigen Augenblicken hinter meinem Rücken ſtand und mein Thun beobachtete.
Er klopfte mir auf die Schulter und ſagte freund⸗ lich lächelnd:
„O, o, mein Burſche, Du wagſt das Modell zu verbeſſern! Es iſt recht, ich ſehe das gern, wenn Zuverſicht mit Wiſſen gepaart iſt. Ich bin zufrieden; Du ſollſt für mich arbeiten; um Dir zu zeigen, daß ich es mit jungen Künſtlern, wie Du biſt, gut meine, werde ich Dir den Lohn eines erſten Arbei⸗ ters geben.“
Von da an arbeitete ich in dem großen Atelier unter zahlreichen Gehülfen. Es mußte ein prächtiger Altar mit allen ſeinen Bildern und Ornamenten für eine Kirche der Stadt Bordeaux ausgeführt werden. Man war mit der Arbeit noch zurück, und darum Eile nothwendig. Dieſem Umſtande hatte ich meine unmittelbare Anſtellung zu danken.
Schon am erſten Tage meines Eintritts in die Werkſtätte hatten meine Genoſſen ſich Mühe gegeben, zu erfahren, wer ich wäre. Anfänglich ſchonten ſie meine Zurückhaltung, bald aber erbitterte ſie mein ewiges Stillſchweigen, und ich wurde mehr und mehr der Gegenſtand ihres Spottes, wenn nicht ihres Haſſes.— Dieſe ungünſtige Stimmung meiner Kamaraden betrübte mich; ich bot Allem auf, mich einigermaßen geſprächig zu zeigen und ihre Unzu⸗ friedenheit über mein unerklärliches Betragen zu ver⸗
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