Druckschrift 
Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

270

eines hohen Hauſes in der Straße Montagne St.⸗ Genevidve, hinter dem Pantheon. Von hier aus konnte mein Auge das ganze Panorama der uner⸗ meßlichen Weltſtadt umſpannen und ſogar Stunden weit ſich in den nebelhaften Luftraum wie in die Unendlichkeit ſelbſt verſenken. Zu meinen Füßen donnerte das Geräuſch von tauſend Kutſchen und Wägen; über meinem Haupte ſchlug das Gebrauſe von einer Million Menſchen zuſammen; ich hörte ſogar in dem Hauſe, wo ich eine Zufluchtsſtätte ge⸗ funden hatte, den Geſang fröhlicher Leute, das Ge⸗ ſchrei von Kindern und das unaufhörliche Rufen von Männern, welche die Treppen auf⸗ und ab⸗ gingen; aber all' dieſer Lärm blieb mir fremd, und mitten in Paris und ſeiner zahlloſen Bevölkerung fühlte ich mich weiter aus der Welt und einſamer als in dem abgelegenen Dörfchen bei Compiegne. Von der erſten Stunde an, da ich in dieſem

Kämmerchen verweilte, wurde es mir theuer. Welche

andere Heimath taugte beſſer für meine betrübte Seele, als ſo ein enger Raum, verloren unter dem Dache eines Hauſes, welches ſelbſt eine kleine Welt war, aber mit einer grenzenloſen Ausſicht, worin meine Gedanken mit voller Freiheit ſich ergehen konnten?

Hätte nicht die Noth meine Träume mit Gewalt unterbrochen, mich dünkt, ich hätte mein ganzes Leben damit zugebracht, den Kopf durch mein Fenſterchen hinauszuſtrecken; aber es war keine Möglichkeit, zu vergeſſen, daß die Armuth an meiner Seite ſtand. Ich riß mich alſo von der bezaubernden Stelle los und ſtieg auf die Straße hinab, um, wie ich bereits

„—

ein

Bi

me we ind unt Rei hät mir Eri heit trau mich jung ſchä in den kurze ſpra

Jun kann ſchäf

2 einen ich d viern Alles tiſch, meine

C