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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Geh!“ befahl Herr Pavelyn,„melde Deiner Gebieterin, daß Roſa ſie bitten läßt, ſogleich zu ihr zu kommen.“

Sobald die Magd verſchwunden war, ſagte mein erzürnter Gönner zu mir in einem Tone, deſſen hohles Zittern mir beinahe das Blut in den Adern zum Erſtarren brachte: ſei„Komm', folge mir: ich muß allein mit Dir eiü

Da ich, ganz ſchwindelnd und bewußtlos, nicht ſchnell genug ihm gehorchte, faßte er mich bei der Hand und führte mich zum Saale hinaus. Unter der Thüre drehte ich mit einer unwillkürlichen Be⸗ wegung noch einmak den Kopf um: es war meine Seele, welche mit einem einzigen Blick einen letzten und ewigen Abſchied von der geliebten Seele neh⸗ men wollte.

Ich ſah Roſa aufrechtſtehend, mit dem Finger in der Höhe, wie eine Prophetin; begeiſtert war ihr Antlitz und ihre Augen erglänzten von Glauben und Hoffnung. Sie deutete nach dem Himmel, und ich begriff, daß ſie mir Lebewohl ſagte, bis in den Schooß Gottes!

Herr Pavelyn ſchien von der Haltung ſeiner Tochter ſchmerzlich ergriffen, denn er drückte mich heftig am Arme und brachte mich mit ſchnellen Schritten in ein abgelegenes Gemach, wo er die Thüre hinter ſich ſchloß.

Vernichtet vor Scham und faſt gefühllos vor Angſt, blieb ich unbeweglich auf der Stelle ſtehen, wo die bebende Hand meines Wohlthäters von mir abgelaſſen hatte. Er faltete die Arme auf der Bruſt