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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Aber ich achtete kaum auf dieſe Hindeutung und fragte träumend:

Ehegattin, ſagen Sie, mein Herr? Es war alſo eine verheirathete Frau, welche in dem eiſernen Grabe ruht?

Eine Jungfrau und rein wie die Lilie vor ihrem Verwelken, murmelte er.

Aber verheirathet?

Jungfrau und Ehegattin, allerdings.

Ich wußte nicht, was ich von dem feierlichen Ton denken ſollte, womit der alte Mann dieſe letz⸗ ten Worte ausgeſprochen hatte. Eine ſeltſame Er⸗ regung bemächtigte ſich meiner. Ich bildete mir ein, das eiſerne Grab müſſe eine rührende Geſchichte verbergen, und meine Neugierde ſteigerte ſich auf den höchſten Grad.

Gewiß errieth der Greis, daß ich darauf aus⸗ ging, eine nähere Erklärung zu erhalten. Er ent⸗ riß mir das Alabaſterſtück, ehe ich ſeine Abſicht er⸗ rathen konnte, und während ich ihn zu beſtimmen ſuchte, mich die Laſt ferner tragen zu laſſen, und er die Verſicherung gab, er müſſe, wenigſtens im Dorfe, meine Dienſtleiſtung ablehnen, entſchlüpfte er zu meinem großen Verdruß den Fragen, die bereits auf meinen Lippen ſchwebten.

Nach dem Eingang des Kirchhofs ſich wendend,

ſagte er: Kommen Sie, ich will Ihnen das eiſerne Grab zeigen. Sehen Sie, dort an der Kirchenmauer,

die Blumen hinter einem Gitter, das iſt das eiſerne Grab. Ich näherte mich der angezeigten Ruheſtätte und