dem Greiſe zu erkennen zu geben, daß er wahrſchein⸗ lich meine Werke in Folge eines Gefühls von Vor⸗ liebe oder Sympathie überſchätze, aber er lehnte meine Zurechtweiſung ab und ſagte am Schluß ſei⸗ ner Rede:
„Es iſt wahr, jeder Menſch fühlt auf ſeine eigene Art, die ihm wohl theilweiſe angeboren ſein mag, aber dennoch aus den Wahrnehmungen ſeiner Ju⸗ gend, aus den Ereigniſſen, welche ſein Leben be⸗ herrſcht haben, ſich weiter fortpflanzen. Ich will alſo nicht behaupten, daß Jedermann nothwendig ſo fühlen muß, wie ich. Doch, wie dem nun ſei, hätte ich auch nichts Anderes in Ihren Werken ge⸗ funden, als die Liebe der Erinnerung und den Glauben an eine beſſere Zukunft, es wäre genug geweſen, um ſie mir theuer zu machen. Das ſind Gründe, welche ich nicht zu erklären vermag.“
Zwei oder drei Landleute, welche uns auf der Straße entgegenkamen, waren jetzt dicht bei uns an⸗ gelangt. Wir ſchwiegen alſo, bis ſie vorüber ge⸗ gangen waren.— Dann fragte mich der Greis:
„Sie wollen alſo nur Bodeghem paſſiren, um heute noch in Beukelhout zu übernachten? Es iſt alſo keine beſondere Abſicht, welche Sie nach unſerem Dorfe führt?“
„Ja wohl,“ war meine Antwort.„Ich gedachte im Vorbeigehen einige Aufklärungen über Etwas einzuziehen, was mir erzählt worden war; aber da Sie, mein Herr, ſo gut und ſo gefällig ſind, warum ſollte ich nicht Sie nach dem fragen, was ich zu er⸗ fahren begehre?. Es iſt auf dem Kirchhofe zu Bodeghem ein eiſernes Grab, nicht wahr?“
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