Druckschrift 
Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Um die Erklärungen ſeines Bedauerns über mein Thun zu unterbrechen, fragte ich ihn:

Der Alabaſterblock iſt gewiß zum Fußgeſtell für eine Uhr beſtimmt? Der Herr iſt wahrſcheinlich ein Uhrenmacher?

Uhrenmacher? antwortete er lachend.Nein, ich bin Bildhauer!

So! ich befinde mich in Geſellſchaft eines Künſt⸗ lers? Das freut mich.

Eines Dilettanten, mein Herr.

Und Sie wohnen zu Bodeghem? Schon ſeit lange?

Seit mindeſtens vierzig Jahren.

Vielleicht iſt Ihr Name mir nicht unbekannt.

Der Greis ſchüttelte den Kopf und ſagte nach einer Pauſe:

Sie ſind noch zu jung, mein Herr, um meinen Namen zu kennen. Nicht daß man in der Kunſtwelt dieſem Namen nicht einigen Ruf angehängt hätte, aber es dauerte nur kurze Zeit; es ſind ſeitdem über dreißig Jahre verfloſſen.

Haben Sie niemals ein Werk Ihrer Kunſt zur Ausſtellung gebracht? fragte ich.

Ein einziges Mal, antwortete er.Es war im Jahr 1824. Es herrſchte damals eine große Bewegung auf dem Gebiete der Künſte, da der Friede alle Volkskräfte zur Entwicklung trieb. Un⸗ glücklicher Weiſe war Jedermann an die engen Re⸗ geln gebunden, welche durch die ſogenannte Schule Davids als Bedingung der Schönheit geboten wur⸗ den; aber man hatte von ihm nur das Aeußerliche, die ſtofflichen Formen entlehnt, und bei dem Mangel