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Jetzt verbeugte er ſich vor mir unter Bezeugun⸗ gen einer herzlichen Freundſchaft und ſagte:
„Sie ſind Herr C., der Sänger unſeres niedri⸗ gen Kempenlandes? O, ich bitte Sie um Vergebung. Geſtatten Sie mir, Ihnen die Hand zu drücen: es iſt ſchon ſo lange her, daß ich Sie einmal zu ſehen wünſchte.“
Ich murmelte einige Worte, um dem guten Greiſe für ſeinen freundlichen Wunſch zu danken.
„Und Sie gehen nach Bodeghem?“ fragte er.
„Ja, ich werde jedoch nicht lang mich daſelbſt aufhalten; denn ich gedenke noch vor Abend in Beukelhout zu ſein, um dort zu übernachten.“
„Dann werde ich doch das Glück haben, bis Bodeghem Ihr Reiſegenoſſe und vielleicht Ihr Ge⸗ leitsmann zu ſein; denn Sie ſind noch nie in unſe⸗ rem armen, vergeſſenen Dörſchen geweſen?“
„Nein, mein Herr, noch nie,“ war meine Ant⸗ wort,„und ich werde mit Freuden von Ihrer Ge⸗ fälligkeit Gebrauch machen, vorausgeſetzt, daß Sie mir geſtatten, Ihnen dieſen Stein abzunehmen.“
„Achten Sie nicht darauf,“ ſagte er;„mein Haar iſt weiß und mein Rücken beginnt ſich zu krüm⸗ men, aber die Beine und das Herz ſind noch gut.“
Ich drang in ihn, mir den Stein zu überlaſſen, und berief mich auf ſeine hohen Jahre, auf meine jüngeren Kräfte und auf die Achtung, welche man dem Alter ſchuldig iſt; aber er entſchuldigte und wehrte ſich beharrlich, bis ich ihm den Stein faſt mit Gewalt abnahm und ihn dadurch nöthigte, mir auf dem ſandigen Wege zu folgen.


