ſchlief, ehe ſie nach dem Himmel gehen ſollte,“ fuhr Miekchen fort.„Ach, wie ſchön war ſie! Sie hatte ein feines weißes Kleid an, und ihr Angeſicht und ihre Hände waren noch weißer, als das Kleid;— und auf ihrem Kopfe trug ſie eine Krone von gol⸗ denen und ſilbernen Blumen, mit Sternchen und Perlen, gleich dem Jeſuskinde in der Kirche;— und Lottchen lächelte ſo ſüß in ihrem Schlafe, als ob ſie bereits von dem Himmel träumte. Ich ſah ihre Flügelein nicht, aber meine Mutter ſagte mir, daß ſie zuſammengefaltet unter ihrem Rücken liegen, um für die lange Reiſe auszuruhen.... denn der Himmel iſt ſehr weit, arg weit von hier, Hannchen“).“ „Komm, Miekchen,“ murmelte die Kleine, während ſie dieſelbe mit der Hand von dem Gräbchen weg⸗ zog.„Ich möchte doch nicht ſterben; denn ich könnte dann nicht mehr mit Dir ſpielen.“ „Aber wenn wir zuſammen nach dem Himmel gehen könnten? So wäre es recht, nicht wahr?“ „Nein, nein, ſprich nicht mehr davon,“ erwiederte Hannchen traurig.„Es macht mir Schmerz. Ach, Miekchen, biſt Du nicht zufrieden auf der Welt?“ Sie gelangten auf die andere Seite der Kirche. Hier befindet ſich gegen die Mauer hin eine kleine Vergitterung von eiſernen Stäben, ſicherlich zu dem Zweck, um ein Grab vor dem Fuß der Vorbeigehenden zu ſchützen. Eine Thüre mit Schloß iſt in dem Gitter angebracht; und auf ein paar Stufen ſteht eine Bank von Eichenholz, deſſen Ober⸗ 0 Es iſt in einigen Gegenden Belgiens gebräuchlich, den
Kopf der todten Kinder mit einem Kranze künſtlicher Blumen zu ſchmücken. A b
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