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fläche ausgeſeſſen iſt und die Spuren jahrelanger Benützung verräth.
Kein Stein innerhalb des Gitters trägt den Namen des theuren Vorſtorbenen, aber auf dem Grunde ſproſſen allerlei köſtliche Blumen empor. Es iſt deutlich, daß eine gottesfürchtige Hand die Blumen beſorgt und pflegt; denn während das Gras auf dem Kirchhofe theilweiſe verdorrt iſt, zeigen die Blumen auf dem eingefriedigten Grabe eine Friſche und Lebenskraft, welche in Verwunderung ſetzen.
„Sieh!“ ruft das kleine Mädchen,„wieder neue Blumen auf dem eiſernen Grabe! So aus dem Boden geſchoſſen und blühend in einer einzigen Nacht! Das iſt doch ſeltſam, nicht wahr? Blumen, die nirgends zu finden ſind, weder auf den Waiden, noch Feldern, noch im Walde!“
„Ach, einfältiges Miekchen, es iſt der Klausner, welcher ſie allezeit pflanzt.“
„So? Und was bedeutet denn die ausgeſeſſene Bank? Das kommt von der weißen Jungfrau her, welche alle Nacht kommt und auf der Bank an dem eiſernen Grabe ſitzen bleibt, bis der Hahn räht
„Nein, es iſt der alte Klausner, welcher alle Tage auf der Bank ſein Gebet verrichtet.“
„Aber wer mag da begraben liegen, Hannchen? Meine Mutter weiß es nicht.“
„Ich habe meinen Vater darum befragt. Das iſt eine häßliche Geſchichte, die ich nicht verſtehen kann. Ich glaube, der Klausner iſt mit einer Perſon ge⸗ traut worden, die bereits todt war....
„Sieh, Hannchen, das iſt eine ſchöne Blume, nicht wahr?“ unterbrach ſie das Mädchen zerſtreut.


