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Es iſt das Centralkleinod in dem Diadem einer Königin— einer Königin, deren beginnendes Reich das Leben, deren Scepter die Schönheit, deren Schatz Einfalt und Glauben iſt....
Miekchen ſchritt frohlockend weiter; ihre blonden Augen leuchteten von kindlichem Stolze und ver⸗ miſchten ihren ſanften Schimmer mit den lieblichen Kornblumen, die auf ihrer Stirn ſich wiegten.
Aber jetzt blieb ſie ſtehen und blickte lächelnd zu einem hölzernen Kreuzchen nieder, deſſen friſcher Blumenkranz auf ein kaum geſchloſſenes Grab hinwies.
„Der Kranz, den Du trägſt, iſt viel ſchöner!“ ſprach Hannchen.
Da liegt Wagners Lottchen begraben,“ murmelte das träumeriſche Mädchen.
„Unglückliches Lottchen,“ klagte die Andere,„jetzt kann ſie mit uns nicht mehr in die Schule gehen...“
„Aber ſie iſt doch in dem Himmel?“
„Ja, ſie iſt in dem Himmel, ach die Arme!“
„Warum biſt Du ſo betrübt, daß Lottchen im Himmel iſt?“ fragte das Mädchen verwundert.„In dem Himmel iſt es doch ſo gut! Da kann man vom Morgen bis zum Abend luſtwandeln mit den lieben Engelein; man bekommt Schürzenvoll Lecker⸗ biſſen; da iſt es alle Tage Sonntag, und man ſpielt und ſingt immerdar;— und wenn man ſich müde geſpielt hat, dann nimmt der gute Gott uns in ſeinen Schvoß und küßt uns in den Schlaf...
„Ja, ja, es muß gut ſein in dem Himmel!“ ſeufzte Hannchen in Gedanken verloren.
„Ich habe Lottchen geſehen, als ſie bereits ein Engelein geworden war und noch einen langen Schlaf


