Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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werdet. Aendert nun Eure Pläze. Lucia ſoll neben ihrer zukünftigen Mutter ſizen; Du, Victor, bleibſt neben mir; ſonſt könntet Ihr wohl in einer halben Stunde alle die Worte des Entzückens erſchöpfen, die Ihr zuſammen wiſſet.

Lucia lief zu Frau Roozeman, ſank neben ihr auf den Stuhl, umarmte ſie, weinte Thränen an ihrer Bruſt und redete ſie in ihrer Glückſeligkeit mit dem ſüßen Mutternamen an. Victor betrachtete dieſe Liebesbezeugungen ſeiner Braut mit klopfendem Her⸗ zen und mit funkelnden Augen.

Der Vater von Jan Creps ſtand auf und zeigte durch Erhebung ſeines Glaſes an, daß er gleichfalls das Wort nehmen wollte. Er wandte ſich zu ſeinem Sohne und ſprach:

Jan, Du haſt mir ſo eben verſprochen, mit Eifer arbeiten zu wollen, um Dir im Vaterlande ſelbſt eine unabhängige Exiſtenz zu gewinnen. Es hat mich erfreut; denn es verdoppelt den Werth der guten Botſchaft, welche ich Dir zum Willkomm zu verkündigen habe. Mein Handelsgeſchäft iſt während Deiner Abweſenheit ſehr gut gegangen, und ich kann nun, um das Glück meines Sohnes zu ſichern, ſchon einige Opfer bringen. Ich habe mich mit Kapitän Moreels verſtändigt; wir werden die nöthigen Mit⸗ tel zuſammenſchießen, um ein Handelshaus in Colo⸗ nialwaaren zu gründen. Die Mittel ſchenken wir den theuren Kindern, welche Gott nach ſo vielen Leiden und Prüfungen wohlbehalten in unſere Arme zurückgeführt hat. Wohlan, Freunde, ich trinke auf die Wohlfahrt des neuen Handelshauſes unter der Conſcience, das Goldland. II.