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außer ſich, ſchloß den verblüfften Kwik noch einmal in die Arme, und aus aller Mund ertönte ſein Lob.
Victor hatte die Augen auf Lucia geheftet. Sie war ſo ſchön, ihr Lächeln ſo ſittig und ſo mild, die Seele, die in ihrem Blicke lebte, ſo rein und ſo liebevoll! Wohl ſuchte ein Gefühl der Angſt den Weg zu ſeinem Herzen zu finden. Er war ohne Vermögen, ohne Gold zurückgekehrt. Der Kapitän mochte ohne Zweifel ſeine früheren Forderungen wieder ſtellen. Alſo mußte der arme Victor die lange Prüfung von Neuem beginnen; und der innigſte Wunſch ſeines Herzens konnte ſich erſt verwirklichen, nachdem er eine unabhängige Exiſtenz in der Welt gewonnen hatte. Der Händedruck ſeiner theuren Mutter, der liebevolle Blick ſeiner ſüßen Freundin gab ihm jedoch Kraft genug, um dieſe traurige Be⸗ trachtung zu zerſtreuen, und er überließ ſich ſorglos dem Gefühl eines unendlichen Glückes.
Jan Creps gab auf eine Bemerkung ſeines Va⸗ ters ſehr ernſt zur Antwort:
„Höre, mein guter Vater, ich bin nun heimge⸗ kehrt, ärmer als ich wegging. Dieſe Reiſe hat mich gelehrt, daß man dem Vermögen nicht in fernen Landen nachlaufen darf, und daß unſer ſchönes Va⸗ terland denjenigen, die ihn durch Arbeit und Fleiß zu verdienen ſuchen, gleichfalls Wohlſtand bietet. Der Leichtſinn der erſten Jugend iſt nun vorüber. Ich werde eine neue Stelle auf einem Comptoir ſuchen; mir die Achtung und Liebe meines Principals durch Eifer und Liebe zum Geſchäft zu erwerben ſu⸗ chen. Sei deßhalb überzeugt, Du ſollſt zufrieden mit mir ſein!“


