Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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Lucia faßte ſeinen Arm und ſuchte ihm durch ſaft Worte wieder Hoffnung und Vertrauen einzu⸗ ößen.

Man hatte die Wohnung von Frau Roozeman erreicht und ſchritt durch den Laden in ein großes hinteres Gemach, wo eine prächtige Feſttafel berei⸗ tet war.

Kaum waren ſie eingetreten, ſo kam die Magd frohlockend mit der dampfenden Suppenſchüſſel her⸗ eingeeilt, und man nahm Plaz am Tiſche.

Frau Roozeman ſezte ſich zwiſchen ihren Sohn und Donatus; der Kapitän und ſeine Nichte befan⸗ den ſich über ihnen, neben Jan Creps und ſeinem alten Vater.

Jetzt begann unter dem Genuß der auserleſenen Gerichte das fröhlichſte, das lebendigſte Geſpräch. Hundert Fragen wurden an die heimgekehrten Rei⸗ ſenden über das Goldland und ihre Schickſale ge⸗ richtet. Sie mußten erzählen und wieder erzählen; man hörte ihnen die Worte am Munde ab; man lachte, man weinte, man war über die Maßen glücklich.

Als Victor mit tiefem Gefühl erzählte, wie ein mexikaniſcher Vaquero ihm den Laſſo um ſeinen Leib geworfen und ihn hinter ſeinem trabenden Pferd hin⸗ wegſchleppte, um mit ihm von einer Anhöhe hinabzu⸗ ſprengen, da zitterten ſeine Zuhörer und ein Angſt⸗ ſchrei entſchlüpfte dem Buſen der erregten Lucia, ober als er hinzuſetzte, wie Donatus Roß und Mann durchbohrt und ihn ſo von einem ſichern Tode befreit hatte, da erhoben ſich wieder laute Freuden⸗ rufe und Frau Roozeman, vor Rührung beinahe

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