Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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Anhöhe niedergeſezt, um ein Bischen auszuruhen und das überraſchende Schauſpiel der Placeres zu genießen, welches ſie alle, den Brüſſeler ausgenommen, zum erſten Mal ſahen.

Von der Stelle, wo ſich befanden, ſenkte ſich der nackte Felſen, rauh und ſtarr, beinahe lothrecht hun⸗ dert und hundert Fuß abwärts zu einer glatten Fläche, deren Grund augenſcheinlich aus angeſchwemm⸗ tem Schlamm und Steinen beſtand. Auf eine halbe Meile, gerade vor ihnen, erhob ſich ein ebenſo ſteiler Felſenkamm und zwiſchen dieſen beiden rieſigen Wäl⸗ len lief der Yubafluß in mehrfachen Krümmungen mitten durch das Thal.

Dieſe Fläche war, wohin man auch die Augen wandte, mit einem Schwarm von Goldgräbern be⸗ deckt, welche, wie Donatus geſagt, nicht geringe Aehnlichkeit mit einem Ameiſenneſt hatten, deſſen Infaſſen an einem ſchönen Sommertage über dem Boden hinkriechen und ſich abmühen, um von Noh und Fern einige Stückchen Holz oder Stroh herbei⸗ zuſchaffen.

So ſah man aus Hunderten von Gruben den goldhaltigen Sand heraufholen, den Boden mit Karſt und Haue umgraben, die Erde nach dem Fluß tragen, ausſchütten und waſchen. Es war ein Gehen und Kommen, worüber einem faſt das Sehen ver⸗ ging; die Gräber und die Wäſcher ſchienen von einem unbegreiflichen Eifer beſeelt; ihre Bewegungen waren ſchneil und kräftig, ſie liefen anſtatt zu gehen und man hätte glauben ſollen, unſichtbare Frohnvögte ſeien ihnen mit der Peitſche auf dem Rücken, um ſie zum Fleiß und zur Eile anzutreiben.