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ungeſtümes Jagen ermattet, mir beinahe zerſprang. Da ver⸗ langſamte ich meine Schritte, ohne jedoch meinen gewohnten Gang zu gehen. An dem Thor von Lüttich angekommen, fand ich daſſelbe offen; eine große Anzahl bewaffneter Männer gingen aus und ein; an ihren Worten merkte ich, daß es Paſtoralen waren; doch gedachte ich meiner wichtigen Botſchaft und ſchritt muthig in die Stadt hinein. Vor unſere Wohnung gekommen, fand ich die Thüre derſelben auf der Straße liegen, die Fenſter zerbrochen und den Eingang durch zerſchmetterten Hausrath verſperrt. Die Nachricht des Unbekannten hatte ſich alſo bewahrheitet:— die Plünderung war geſchehen. In dem Keller ſchlug ich mit einem ſchweren Stein auf das große Kreuz und öffnete die Mauer.
Mit freudiger Haſt ergriff ich den Klumpen Judenpech
und mich wieder auf den Weg begebend, gelangte ich mit meinem koſtlichen Schatze auf das freie Feld. So ſchnell eilte ich fort, daß mir der Schweiß von der Stirne lief und die Kleider am Leibe klebten, aber die Freude, die ich in meinem Herzen fühlte, gab mir Muth und Kraft.— O, ich hielt in meiner Hand das Leben mei⸗ nes Vaters! Bald ſollte ich den Ort erreichen, wo ich ihn verlaſſen hatte; ich durfte ihm ſagen: Hier iſt die Geſundheit! lebe noch lange mit uns! die Krankheit ver⸗ ſchwindet;— und nun umarme auch meine Mutter und meine Schweſter!
Zwiſchen dieſen ſeligen Gedanken brachte ich den
Klumpen Judenpech an meinen Mund und küßte denſelben mit Entzücken. So nahte ich mich dem Orte, wo mein Vater lag, und ſchon wollte ich ihm die frohe Nachricht von ferne zurufen
Da ſah ich vor mir auf dem Schnee in dem Wege drei Wölfe, die ihre Beute zerriſſen; ich konnte nicht vorbei ohne den Wölfen in den Rachen zu laufen, denn ich befand mich in einem Engpaß zwiſchen zwei Bergen. Zurückkehren und einen andern Weg einſchlagen, mochte ich eben ſo we⸗
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