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Kindern zu weiden? O Walter, ich muß leiden und ſterben, ohne daß eine Hand die meine drücke, ohne daß Eure ſüße Umarmung mir zum Troſte werde, ohne daß Ihr die Augen Eures ſterbenden Vaters ſchließen dürft! So lautet das Urtheil, das der Herr über das Schick⸗ ſal ſeines Dieners ſprach.“
Während dieſer ſchmerzlichen Worte rollten bittre Thränen über meine Wangen. Schluchzen und Seufzen war anfangs meine Antwort. Plötzlich ging etwas Unbe⸗ greifliches in meinem Geiſte vor, ich fühlte das Blut wild durch meine Adern rollen, und in mein Herz ſich entladen,— und, während ich meine Fauſt wüthend zer⸗ biß, flogen düſtere Gedanken durch meinen Kopf.
„Nicht wahr, Walter,“ fragte mein Vater bittend, „Du wirſt mir gehorchen und mich nicht berühren?“
Meine Verzweiflung verdoppelte ſich und ich fühlte ein flammendes Feuer in meinem Herzen.
„Vater!“ rief ich,„ſo iſt mir das Leben eine Laſt, die ich nicht tragen kann. Was! ich ſollte Dich erlöst haben, um Dich dann hülflos ſterben zu ſehen; ich ſollte Dich fliehen, wie eine giftige Natter! Ich ſollte Dich nicht umarmen dürfen, und Dir nicht die Augen ſchlie⸗ ßen, wenn Dich der Herr zum Himmel ruft. Ha, ha, ſo weit wird Dein Sohn den Nacken nicht beugen unter dem Schickſal; er wird ſeinen Vater umarmen und küſſen, trotz der Peſt. Hier, gib mir einen Theil Deiner
Krankheit— kein ander Leben, kein andrer Tod, als Du,
mein Vater!“
Und ſchon lag ich an ſeiner Bruſt, mit meinen Lip⸗ pen auf ſeiner Wangel
Einen Augenblick rang er mit mir; doch bald ſehend, daß ich ihn unüberwindlich in meine Arme geſchloſſen hielt, ließ er ſein Haupt machtlos auf meine Schulter ſinken.
Ich fühlte heiße Thränen aus ſeinen Augen auf meine
Hand rollen und ſich mit den meinen vermiſchen. Dann ſprach mein Vater mit bewegter Stimmet
um lichſt zerſch durch läſtig reiße
ſtark.
rief Bäu ter,
ro ſteht Dei
noch trink Deir uns
ſchlu ſpra
Ung Dei Lebe ner
wen Lieb
liche
zuri könn


