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Zuſtande hatten ihn die Todtſchläger begegnet und ohne alle Rückſicht ihn mit Gewalt in das Peſthaus getrieben — Da ſaß er nun, bis der Tod ſeine Bande brechen würde
Ich ſchreibe dieß alſo, weil ich ſelbſt von meines Va⸗ ters Erzählung nur abgebrochene Worte verſtund. Mir ſchien es gleichgültig, wie er in das Lazareth gekommen; ſchrecklich genug war mir der Anblick des Eiſengitters, das meinen Vater auf ewig von ſeiner Familie und der Welt trennen ſollte!
Schon ſank die Sonne am Horizonte hinab, ſchon hatte mein Vater mich mehr als einmal gemahnt, meine Mutter und Schweſter zu tröſten; ich lag immer noch be⸗ wegungslos am Querbaum, die Augen feſt auf das Eiſen⸗ gitter gerichtet. Zweifelsohne wäre ich die Nacht da ge⸗ blieben, hätte mich nicht ein Todtſchläger mit Gewalt ge⸗ zwungen, den Platz zu verlaſſen. Indem er mich auf den Weg nach Lüttich trieb, ſprach dieſer in dem Augen⸗ blicke, als er mich ſtehen ließ und zum Lazarethe zurück⸗ kehrte:
„Jüngling, ich will Dir ſagen, was Du thun mußt, ſtatt wie ein Weib über ein unabänderlich Unglück zu weinen.“
Ich ſah ihm hoffend in die Augen. Er ſagte:
„Bringe Deinem Vater morgen etwas Speiſe und Trank, denn die großte Qual, welche die Leproſen im La⸗ zarethe ausſtehen, iſt Hunger und Durſt. Aber vergiß den Speiſeſtock von zehn Fuß nicht, ſonſt müßteſt Du ihm das Eſſen aus dieſer Entfernung zuwerfen und das geht nicht wohl. Guten Abend!
Wie zerſchmetterten mich dieſe Worte! Ich fühlte ſie auf meinem Herzen, wie feurige Kohlen glühen.— O Gott, ich ſoll meinem Vater auf der Spitze eines Stabes Eſſen
geben. Schrecklicher Gedanke!
Unglücklich, wie es nur ein Menſch ſein kann, ging ich trägen Schrittes nach der Stadt. Da kam ein tröſt⸗


