nehme weſter.
roßem fingen
anwe⸗ erfreut undert ß war mein meine
. Glück
ehrung
Rhodus ſtechen
affen!“ b ſich fertig Feinden eß uns eſtimmt ſt nicht
en, daß zaleeren
ſe gute
ir plöt⸗
Berdecke liefen verwun⸗
ld, wer e. Wir d in die ee neben
8¹
den brabantiſchen Ritter; ich rief ihn bei ſeinem Namen, küßte ſeine blauen Lippen und netzte ſeine bleiche Stirne mit meinen Thränen. Ach, mein Pathe, unſer edelmüthiger Wohlthäter hatte in der Schlacht eine todtliche Wunde empfangen, ein Pfeil war ihm quer durch den Hals ge⸗ drungen!
Der Verwundete wurde in das Bett meiner Mutter gelegt; dann erſuchte mein Vater alle Anweſenden, ſie möchten ihn allein bei dem brabanter Ritter laſſen. So⸗ bald man ihm gehorcht, ſprach er zu uns:
„Halten wir ein mit unſeren Thränen, damit retten wir ihn nicht. Frauen kniet nieder und betet. Du, Walter, hole ſchnell Waſſer!“
Meine Mutter und Schweſter warfen ſich knieend vor das Kreuz; ich eilte wie mit Flügeln die Treppe hinunter und kam augenblicklich mit einem gefüllten Krug zurück⸗
Ohne zu ſprechen, begann mein Vater die Wunden zu waſchen, und zu unterſuchen, ob ein großes Blutgefäß in dem Hals des Verwundeten verletzt ſei; die Stirne meines Vaters brannte bei dieſer Unterſuchung; ich ſah, wie er ſich in der Verzweiflung die Haare ausriß und wie er endlich entmuthigt niederfiel. Da brach ich in heftige Thränen aus, denn ich konnte nun nicht mehr an dem Tode meines Freundes zweifeln.
Nech einigen Augenblicken erhob mein Vater wieder das Haupt und begann eine neue Unterſuchung. Kurze Zeit darauf leuchtete einige Hoffnung auf ſeinem Geſichte und er ſagte mit ruhiger Stimme zu meiner Mutter und Schweſter;
„O betet, betet inbrünſtig, denn mit Gottes Hülfe wird er geneſen!“
Ein Freudenſchrei war ihre Antwort und ſie ſenkten ihr Haupt noch tiefer zum Gebet. Den ganzen Nachmittag half ich meinem Vater Salben und Tränke bereiten; wir wachten des Nachts bei dem Lebloſen, ängſtlich auf jede Bewegung, als ein Lebenszeichen wartend.
Hugo von Ergenhove. 6


