Druckschrift 
Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

80

Der brabanter Ritter war mein Pathe; andere Lornehme Herren die Zeugen meiner Eltern und meiner Schweſter. Am beſtimmten Tage kam ein Biſchof mit großem Gefolge von Rittern auf unſer Schiff, und wir empfingen nach vielen Feierlichkeiten die heilige Taufe. Alle anwe⸗ ſenden Herren wünſchten uns Glück, aber beſonders erfreut war der brabanter Ritter; er küßte mich wohl hundert Mal und nannte mich ſeinen Sohn Walter. Dieß war der neue chriſtliche Name, den man mir gegeben; mein Vater hieß Joſeph, meine Mutter Suſannah und meine Schweſter Maria; Abel Farach wurde Abulfaragus.

Während man uns nun von allen Seiten Glück wünſchte und der frohe Jubel der Ritter unſere Bekehrung feierte, ſahen wir plötzlich unter den Küſten von Rhodus eine große Anzahl türkiſcher Galeeren in die See ſtechen und unter lautem Kriegsgeſchrei auf uns losſteuern.

Plötzlich lief der Ruf:„zu den Waffen! zu den Waffen!“ über die ganze chriſtliche Flotte, jeder Ritter begab ſich auf ſeine Galeere, alles wurde zu einer Seeſchlacht fertig gemacht und die chriſtlichen Schiffe fuhren ihren Feinden entgegen. Ich ſah das Gefecht nicht, denn man hieß uns ins Schiff gehen; da unſere Galeere nicht dazu beſtimmt war, im Kampfe mitzumachen, ſo hörten wir ſelbſt nicht das mindeſte Geräuſch.

Nach einer Stunde kam jemand, uns zu ſagen, daß die Chriſten Sieger geblieben und vier türkiſche Galeeren verbrannt hätten. Wir freuten uns ſehr über dieſe gute Zeitung und dankten dem Herrn im Gebete; als wir plötz⸗ lich ein Geräuſch von Menſchentritten auf dem Verdecke unſeres Schiffes hörten; mit ängſtlichem Vorgefühl liefen wir die Treppe hinauf und ſahen, daß man einen verwun⸗ deten Ritter auf unſer Schiff brachte.

An den Thränen meines Vaters merkten wir bald, wer es war, den man leblos und verblutet zurückbrachte. Wir ſchrieen alle laut auf; meine Schweſter ſiel weinend in die Arme ihrer Mutter. Ich warf mich auf die Kniee neben

den br küßte mit m Wohlt empfa drunge

4 gelegt möcht bald: * wir il hole ſ

8

das S und k

waſch dem« Vater ſich i endlick Thrät Tode S

das Zeit und e

Schw wird

ihr H half wacht Bewe 5