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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Schatten der Thürme meines väterlichen Schloſſes o Seligkeit!“

„Dein Bruder,“ fiel ihm Bernhard in die Rede wird Dich wie einen Engel empfangen, der ihm die Ven gebung vom Herrn bringt. Er hat gelitten, wie Duz auch er iſt abgemagert, auch er beugt ſein Haupt unter det Reue. Wiſſen, daß Du lebſt, und daß er durch ſein Spöttereien Deinen Tod nicht verurſacht hat! o das wird ihm wieder Kraft geben; er wird mich ſegnen, wie ſeinen Erlöſer, glaub' es, Meiſter.“

Nochmals folgte auf dieſe Worte ein tiefes Still⸗ ſchweigen, nach welchem ſich Graf Hugo aufrichtete, und dann die Hand Bernhards ergreifend, bittend zu ihm ſagte:

„Mein guter Sohn, Du wirſt Dich vielleicht über die Bitte wundern, die ich nun an Dich richten will; es iſt vielleicht der letzte Dienſt, den Du mir erweiſe kannſt.“

„Alles, alles!“ rief Bernhard.„Sprich, ich hach noch nichts gethan für den Wohlthäter, der mich leſ ſe lehrte!“

„Nun, Jüngling, ich will mit Dir nach dem Later⸗ nenhofe gehen. Wirſt Du den Muth und die Kraft ha⸗ meine matten Glieder dorthin zu führen?“

„Du biſt ſo ſchwach, Meiſter,“ ſeufzte Bernhard. „Es iſt zwei volle Stunden von hier entfernt! Werden Dir nicht die Kräfte ſchwinden?— Wenn Du hier bleibſt, werde ich noch dieſen Abend mit einem zurück⸗ kommen, um Dich zu holen.“

„Meine Ungeduld iſt zu groß,“ antwortete Hugo, „und dazu, mein Sohn, verſtehſt Du nicht, es würden Diener und Waffenknechte mit dem Wagen zurückkommen So will ich nicht wiederkehren!“

„Verfüge über mich,“ ſprach Bernhard,„ich bin bereit!“

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