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Himmel, unmittelbar darauf brach ein wüthender Sturm über die Haide los, bog oder entwurzelte die Bäume und führte die Blätter in Wirbelwolken himmelwärts; der Himmel öffnete ſich und der Regen entlud ſich über die Erde,„ſs ſollte eine zweite Fluth die Menſchen über⸗ ſtrömen.„
Bange und ängſtlich ſank Bernhard auf die Kniee und begann zu heten; das Waſſer lief inzwiſchen in Strömen an ſeinem Leibe herab und kühlte ſeine beklemmte Bruft. Dann ſtund er auf und eilte vach einer großen Buche, um dort einen Schlupfwinkel zu ſuchen;— aber ehe er ſie erreichte, ſchlug ein ftammender Blitz in den Stamm des Baumes, riß ihn, wie einen Strohhalm entzwei und ſtürzte ſeine Krone mit ſchrecklichem Krachen zu Boden.
Inmitten dieſes ſchrecklichen Naturaufruhrs, umringt von Feuer, betäubt von den Donnerſchlägen, erſtarrt vom Regen, wurde der arme Bernhard beinahe wahnſinnig,— und als ob er den Wehrwolf als einzige Hülfe anſah oder ſeinem Schickſale gehorchte, er kroch durch dieß Geſträuche und eilte bewußtlos zur Hütte des Wehrwolfes. Unter dem Eichbaume angekommen, rief er;
„uhl, uhl, uhl!“
Doch er ſah nichts und je heller der Blitz auch die Haide erleuchtete, er ſah den Wehrwolf nicht kommen. In dieſem Augenblick erſt erinnerte er ſich, daß der Wehrwolf Nachts umherlaufen mußte, um die Strafe Gottes an ſich zu vollziehen und nun bald in Wolfsgeſtalt zurückkommen werde.
Der Hütte durfte er nicht mehr nahen, aus Furcht por dem Bruch ſeines gegebenen Wortes. Durch den Blitz als Wegweiſer begleitet, kehrte er zurück und warf ſich weinend bei dem Geſträuche nieder.
Das Gewitter zog nach Norden und eine entſetzliche Stille ſenkte ſich über die Erde.


