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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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kennſt die Plage, die mir Gott geſendet, ſie iſt ſchrecklich und gefährlich zu ſehen. Verſchweige die Geheimniſſe des Waldes: ein unvorſichtig Wort von Dir könnte mir den Tod bringen. Dieß iſt Alles, was ich zu ſagen habe. Und, nun, mein Sohn, die Sonne iſt beinahe im Süden: meine Stunde naht. Verlaſſe mich. Wenn Du morgen wieder kömmſt, ſtelle Dich dann unter jenen Eichbaum; ahme den Schrei der Eule nach, er wird bis zu mir drin⸗ gen und ich werde mit dem Buche zu Dir kommen. Bis morgen, alſo, mein Kind!“

Bei dieſen Worten drückte er nochmal die Hand des jungen Hirten, wandte ſich um und ging langſamen Schrittes nach der Hütte. Bernhard nahm ſeinen Stab vom Boden auf und kehrte auf dem Wege zurück, den er gekommen war. Wie ſchön, wie herrlich erſchien ihm nun die düſtere Natur des Waldes! wie glänzend das Licht der Sonne, die ihm auf das Haupt brannte, ſobald er unter dem Gebüſche hindurch auf die Heide kam! Wie reizend, wie ſüß der Geſang der Vögel und das eintönige Gezirpe der Grillen. Mit eilenden Schritten kam er zur Heerde, rief ſeinen treuen Hund und erzählte ihm lachend, daß er nun leſen lernen werde. Dann holte er ſeinen Lieblings⸗ widder unter den Schafen hervor und begann auf's Neue ſeine Geſchichte. Er ſang alle ſeine Lieder und tanzte, bis die Abendſonne ihn nach Hauſe rief.

III.

Pas Unwetter.

Sobald Bernhard des andern Tages ſeine Schafe auf die Haide gebracht hatte, lief er nach dem Wald, Hugv von Ergenhove. 4