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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Zweigen zuſammengeflochten und im Boden befeſtigt; in einer Ecke der Hütte befand ſich ein Bette, auf dieſelbe Weiſe verfertigt, gefüllt mit Moos und halb bedeckt mit einer abgenutzten wollenen Decke; inmitten des Gemaches ſtand ein großes Kreuz; an dem einen Arm deſſelben hing ein Ritteranzug oder Koller, bedeckt mit ſchwarzbraunen Flecken, die vertrocknetem Blute ſehr ähnlich waren. Daneben hing ein Schwert, gleichfalls mit Rofiflecken bedeckt, wahrſcheinlich von einer Flüſſigkeit, die darauf ge⸗ ſprengt worden. An dem Fußende der Bettſtatt lag ein geöffneter Reiſeſack und daneben einige goldne Geldſtücke, die aus einem Sacke geſtürzt waren. Weiter an der Wand hingen einige getrocknete Wurzeln von aller Art und Form; eine Geißelruthe und ein Gürtel, der Innen mit einer Menge eiſerner Nägel verſehen.

Dieſe Gegenſtände bemerkte Bernhard nicht; er, ganz verloren in die Betrachtung des Buchs, ſchlug von Zeit zu Zeit ein Blatt um, ohne zu wiſſen, was er that. Und hätte ſich ſeine Bruſt nicht bewegt, ſo hätte man ihn für ein leblos Bild halten können.

O Himmel! was ſieht da plötzlich vor der Thüre der Hütte? Jit es ein Menſch? Ja, es iſt der Wehrwolf, mit ſeinem ſchweren Wanderſtabe und ſeinem braunen Kleid!— Sein tiefgeſunken Auge ſchießt Feuer⸗ ſtrahlen, ſeine hohlen Wangen werden bleicher, ſein Mund zuckt vor Aerger— doch er bleibt ruhig und ſchaut auf den jungen Hirten, deſſen Antlitz er nicht ganz ſehen kann.

Unglücklicher Bernhard, der Du ſo freudig und ſo verblendet, Dich an der Betrachtung des Buches ergötzſt. Wüßte er, welch' blitzende Augen auf ihn gerichtet ſind.

Lange blickte der Wehrwolf mit ärgerlichem und zornigem Ausdrucke in die Hütte; nach und nach milderte ſich ſein Zorn und er wurde ſogar ſanſt. Wahrſcheinlich hatte der alte Hirte die Wahrheit geſagt, als er behaup⸗ ete, der Wehrwolf könne nicht ſprechen; denn ſtatt eines

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