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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Doch dieſe Höhle, oder wie man es nennen mag, bot an und für ſich nichts Schreckliches dar; man be⸗ merkte auf den erſten Blick, daß ſie das Werk einer un⸗ behülflichen Menſchenhand war. Der, welcher ſie gemacht, hatte erſt eine tiefe Grube, wie eine Kammer, in die Tiefe des Sandhügels gegraben; über dieſes viereckige Loch hatte er mit ſchweren Baumſtücken ein Dach gemacht, und es mit einer dichten Lage von Ginſter und Farrenkraut be⸗ deckt. Die eine Seite dieſes Daches war dicht und für Regen und Wind undurchdringlich. Auf der andern Seite war ein großes Loch gelaſſen, um als Fenſter das Tages⸗ licht in die Höhle zu ſenden. Klein war die Wohnung des Wehrwolfes nicht; denn ein großer Mann konnte be⸗ quem ſich darin bewegen, ohne ſich zu bücken.

Wie wenig Schreckliches denn auch die Höhle hatte, ſo wagte es Bernhard doch nicht, hineinzugehen; es mußte ihn eine ungemeine Angſt ergriffen haben, denn er trat zurück und blickte ängſtlich um ſich, ob der Wehrwolf nicht nahe. Vielleicht wäre er nach der Haide zurückge⸗ kehrt; als er aber wieder vor dem Eingang der Hütte ſtand, ſah er drinnen das große Buch auf einer Art Leſe⸗ pult liegen. Da wurde ihm alle Ueberlegung unmoglich; das Buch zog ihn fort wie ein Magnet, und er, wie ein wildes Thier auf ſeine Beute losſpringend, fiel mit ſei⸗ nen zwei platten Händen auf die geöffneten Blätter des Buches. 2 Wie glücklich war nun der arme Bernhard! Ein ſelig Lächeln erglänzte auf ſeinem Antlitz, ſeine Augen funkelten mit dem Feuer der Wißbegierde, ſeine Bruſt hob ſich, ſein Herz pochte gewaltig, und ſeine Hände zit⸗ terten vor ungeduldiger Begierde. O, nun beſaß er ein Buch, ſo groß und ſo ſchön!

Wäre Bernhard nicht in die Betrachtung der Buch⸗ ſtaben ganz verſunken geweſen, ſo hätte er wohl noch mehr ſonderbare Gegenſtände bemerkt.

Das Pult, auf welchem das Buch lag, war von