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Kehle öffnet ſich, und er fingt mit ſeiner Silberſtimme dem Tageslicht entgegen.
Glücklicher Vogel, der das Himmelslicht früher ſieht, als wir!
Das Zeichen iſt gegeben.
Tauſend beflügelte Tonkünſtler erwachen, und tauſend Lobgeſänge verherrlichen die Schöpfung.
Siehe, die Lerchen ſteigen immer höher und höher; ſie wollen ihre Danklieder näher bei dem Throne ihres Gottes erſchallen lafſen.
Ha! da erhebt ſich die lachende Sonne über dem Tannenwald.
Ihre Strahlenbüſchel gleiten, wie eine unermeßliche Zauberruthe, über die Haide: Alles, was ſie berühren, empfängt Leben und Glanz.
Höre, wie die Grillen und Heuſchrecken ihr Morgen⸗ gebet zum Himmel ſenden.
Sieh, wie die Blumen ihr Auge erſchließen, ihre Kelche und Kronen öffnen, als ob ſie einen Strahl der Weltgeliebten auffangen wollten!
Gegrüßt, gegrüßt ſeiſt du glänzendes Meiſterſtück des großen Schöpfers!
Sprach Bernhards Mund vieſen Lobgeſang auch nicht, durch ſeine Seele wenigſtens erklang in noch reicheren Tönen das Lob des Schöpfers, da er, ſeit einer halben Stunde auf der Haide niedergekniet, mit betendem Ge⸗ müthe das Erwachen der Natur betrachtete, während ſeine Schafe die naſſen Kräuter zu freſſen begannen.
Wie tief auch die Frömmigkeit in Bernhards Gebet war, ſo hatte er doch unaufhörlich den Blick nach der Stelle gerichtet, wo der Wehrwolf dem Tag zuvor ver⸗ ſchwunden war. Plotzlich zitterte er an allen Gliedern: er ſah den Wehrwolf auf Händen und Füßen unter dem
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