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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Deine Thränen bei dem Scheine der Lampe glänzen, Aleidis macht Dich weinen, nicht wahr? Es fällt Dir ſo ſchwer, Deine gute Schweſter Aleidis zu verlaſſen?

Auf immer, auf ewig! rief ich mit bewegter Stimme.

Mein Freund, fuhr der Wahrſager fort,das Schickſal hat ausgeſprochen, Du müßteſt den Laternenhof verlaſſen, aber es hat hinzugefügt, daß Du zurückkommen werdeſt, um immer hier zu wohnen.

Dieſe Worte ſenkten ſüßen Troſt in mein Herz, und ich ſah Abulfaragus mit Dankbarkeit an; er ſchien mir nicht mehr ſo ſchrecklich, im Gegentheil, ſein Antlitz hatte etwas ſo ſanftes, wie das Antlitz eines Vaters, der mit ſeinem Kinde ſpricht.

Bernhard, fuhr er fort,verſpreche mir, daß Du meinen Willen thun werdeſt und ich ſage Dir mit Einem Wort, welch' unſchätzbares Glück Deiner wartet.

Ich drückte ſeine Hand und ſagte, ich werde ihm in Allem folgen.

Nun, ſprach Abulfaragus mit eindringlichem Tone, wenn Du das Schloß verlaſſen, werde ich verhindern, daß ein anderer Jüngling Aleidis nahe; ich werde für Dich thun, was ein Vater für ſeinen Sohn thut, ihm eine reine und liebreiche Braut bewahren. Das Schickſal hat ausgeſprochen, Du werdeſt einſt Aleidis zur Frau be⸗ kommen und über den Laternenhof, ja ſelbſt über Abul⸗ faragus gebieten! Iſt dieß genug für Deine Liebe und Deinen Stolz, Jüngling?

Einige Augenblicke verſtummte ich über dieſe ent⸗ zückende Prophezeiung. Bald aber ſprang ich vom Seſſel und ſiel auf meine beiden Kniee vor dem Wahrſager nieder; da weinte ich vor Freude und Glück. Endlich rief ich:

Dank, Dank, Abulfaragus! O möchteſt Du Dich nicht irren!

Irren, mein Kind? Ja ich habe mich bisweilen

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