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Wen beſchuldigſt Du in Deinem Herzen? Abulfaragus, nicht wahr?“
„Ja, ja,“ rief ich aus,„ich beſchuldige Dich mit Recht. Du haſt mich ſtets wie ein böſer Geiſt verfolgt, und nun kocht vielleicht bereits auf Deinem Feuer das Gift, das mich tödten ſoll.“
„Ein bitteres Lächeln war des Wahrſagers Antwort. Er ſchwieg eine Zeitlang und fragte dann:
„Bernhard, haſt Du gehört, was ich dieſen Morgen zu Graf Arnold ſagte?“
„Ich habe es gehört,“ antwortete ich unter Thränen, „wie Du mich geläſtert und wie Du um mein Todesur⸗ theil gebeten.“
„Haſt Du ſonſt nichts gehört, Bernhard?“ fragte der Wahrſager nochmals.
„In der Abſicht, meinen Feind zu erſchrecken, heuchelte ich nun, etwas von ſeinen wichtigen Geheimniſſen er⸗ lauſcht zu haben, und antwortete beißend:
„Ja ich habe noch mehr gehört;— doch nie würde ich es wagen, etwas von dem zu ſagen, was ich weiß und noch weniger, was ich vermuthe. Graf Arnold iſt mein Wohlthäter!“
„Die Stille, welche auf dieſe Worte eintrat, wunderte mich außerordentlich. Abulfaragus ſchien plotzlich noch düſterer zu werden, als ich: er ſchlug ſein Auge zu Bo⸗ den und ſeufzte ungemein ſchmerzlich.
„Das Haupt wieder erhebend und mich beinahe bittend anſehend, ſprach er:
„Bernhard, mein Kind, Du ſiehſt mich für einen böſen Menſchen an, nicht wahr? Wüßteſt Du, was ich thue und warum ich es thue? Wüßteſt Du, warum ich mich haſſe, da ich doch nie auf dieſer Welt Jemanden etwas zu Leide gethan, v du würdeſt Mitleiden mit Abulfaragus haben. Du würdeſt ihn gewiß lieben, denn Dein Herz iſt edel und rein.“
„Wie ſoll ich meine Verwunderung ausdrücken, Al⸗


