28
irdiſchen Gemächern des Schloſſes 2 Nun, dieß Alles droht Dir. Fliehe, ich habe ein geheimes Thor offen gelaſſen; Du kannſt leicht durch den Graben walen.— Gehe, Dein Verbrechen iſt groß, aber Du biſt noch zu jung, um eines bitteren„
„In dieſem Augenblicke funkelte Abulfaragus gelbes Auge hinter einem Baum hervor; die Worte erſtarrten auf dem Munde des Waffenknechtes und er entfernte ſich be⸗ bend von mir.
„Ich begreife nicht, was mir dann geſchah; meine Augen begannen ſich zu drehen, Bäume und Thürme tanz⸗ ten in flüchtigen Kreiſen vor mir, und ich mußte mich wieder ins Gras niederſetzen, wenn ich nicht fallen wollte. Niedergedrückt von meinen Leiden, blieb ich einige Zeit faſt gefühllos in dieſem Sinnen, bis mir endlich das Be⸗ wußtſein zurückkehrte. Dann gedachte ich der Worte des alten Waffenknechtes; ich ſah in meinen Gebanken Kelche mit Gift für mich gefüllt, und Dolche auf meine Bruſt gezückt. O Albrecht, da fühlte ich erſt, was Todesfurcht iſt, ich wurde ängſtlich, und ergriff das Mittel, das mir der Waffenknecht als letzte Hoffnung gewieſen.
„Begünſtigt von dem Halbdunkel ſchlich ich unter den
Bäumen nach dem Theile der Feſtungsmauer, wo die Hülfspforte war— einige Schritte noch, und ich hatte dieſelbe erreicht! Dieſe Gewißheit gab mir wieder Muth und Kraft. Es war ein Troſt für all' mein Leiden, daß ich den häßlichen Abulfaragus nimmer ſehen ſollte. Aber anders hatte es der Himmel beſchloſſen.. Da ſaß Abulfa⸗ ragus bor der Hülfspforte!— Während ich, wie von einem unerwarteten Schlage getroffen, ſtehen blieb und das Haupt auf die Bruſt ſinken ließ, ſtand der Wahrſager auf und näherte ſich mir, ehe ich es bemerkt hatte. Ich fühlte ſeine beinerne Hand die meine ergreifen; dann ſprach er mit ungemein ſanfter Stimme, wie er mit Aleidis zu reden pflegte:
„Bernhard, mein junger Freund, Du biſt unglücklich?
Wen nicht*
Recht. unden Gift,
Er ſch E zu Gr
„wie 2
theil g Wahrſ ich n lauſcht ich es noch r Wohlt
mich düſtere den ur
anſehe
7 böſen thue mich h zu Lei haben. iſt ede


