11 Ge⸗„Sie lächelte, wie mit meinem Lobe zufrieden, und Fen⸗ ſprach: lich„Welch' ſchöne blaue Augen Du haſt, Bernhard— tete ſie ſind wie der Himmel.“ ndeß„Nicht ſo ſchön, als Deine klaren Augen, Aleidis— ſie ſind glänzender, als der blaue Atlas meines Ge⸗ Ge⸗ wandes. nehr„Welch' ſchöne Lippen und roſige Wangen Du haſt, Bernhard. Sie ſind wie die roſenfarbige Feder auf Dei⸗ und nem Barette.“ ärts„O nicht ſo ſchön, als die Deinen, Aleidis— ſie nie⸗ ſind wie die Korallen an Deinem Halſe. zu,„Aleidis ſchien an dieſem Geſpräche großen Gefallen in zu finden; doch ſprang ſie raſch auf, zog mich vom Stuhle auf und ſprach: 2„Bernhard, Du mußt immer bei mir bleiben, nicht orne wahr? Du darfſt nicht gehen, hörſt Du? Denn ſonſt bin ich wieder ſo traurig, verlaſſen, ſo allein! Du bleibſt igen immer, nicht wahr? Du ſollſt mein Bruder ſein, und azu wir werden immer mit einander ſpielen.“ igen„Wir begannen auch ſogleich herumzulaufen, zu hüpfen
und zu tanzen, bis die Ermüdung uns auszuruhen zwang; dann blies ich auf meinem ſilbernen Jagdhorn, oder ich
der⸗ erzählte das Unglück, das mein Haus betroffen; ich machte be⸗ das Mädchen bald lachen, bald weinen Mit einem uert Worte, ſie unterhielt ſich ſo gut, daß ſie Mittags zu are eſſen weigerte, bis man mir erlaubte, neben ihr zu ſitzen. Abends weinte ſie unaufhörlich, weil der Tag nicht lang ſie genug war, und ſie ſich von ihrem Spielgenoſſen trennen mußte, um ſchlafen zu gehen. ihr„Was ſoll ich Euch weiter ſagen, Albrecht? Aleidis 3 hatte die ganze Neigung ihres Herzens mir zugewandt; idis ich wurde ihr theurer, als der blaue Apfel ihrer Augen. aer Was mich betrifft, ich hatte nun eine Schweſter, ſo gut,
ſo liebreich, als der Sonnenſchein,— ſo ſchön und lieb⸗ lich, als ein Maßliebchen! Damals konnte man nie eins


