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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Eine Anzahl Diener, eben ſo ſchweigſam und vielleicht noch geheimnißvoller, als mein Wohlthäter, empfingen meinen Beſchützer mit tiefer Ehrfurcht, und ich begriff leicht an der gebietenden Sprache, daß dies jeine Woh⸗ nung war.

Ich hatte kaum etwas gegeſſen, als Graf Arnold von Craenhove, dieß war der Name meines Herrn, einem alten Diener befahl, zwei Pferde zu ſatteln und mit mir nach Antwerpen zu reiten, um mich in ſeine Farben klei⸗ den zu laſſen. Wir blieben fünf Tage in der Stadt, bis ich meine Dienſtkleidung erhielt. O was war ich ſchön, Albrecht; ich wurde halbleibs gekleidet, die rechte Hälfte in himmelblaue, die linke in roſenfarbige Seide; auf meinem Kopfe wehte eine roſenfarbene Feder auf einem braunſammtnen Barette; um meinen Hals hing eine ſilberne Kette, und an dieſer auf meiner Bruſt ein kleines Jagdhorn vom ſelben Metall. O, ich war ſo ſchön und ſo vergnügt, daß man mich mit Gewalt von meinem ſtählernen Spiegel entfernen, und mit der Wegnahme des Jagdhorns drohen mußte, um mich am unaufhörlichen Blaſen zu hindern. Am ſechsten Tage kehrten wir wieder zum Laternenhof zurück, deſſen Namen mir der alte Die⸗ ner mitgetheilt hatte.

Bei unſerer Ankunft wurde ich zu Graf Arnold von Craenhove gebracht. Er ſchien ſehr zufrieden mit meinem Anzuge und mit meiner ſtolzen Haltung; doch, was ich ſchon während unſrer Reiſe bemerkt hatte, machte mich auch jetzt wieder ſinnend. Seine Stimme war dumpf und traurig, ſein Lächeln erzwungen und peinlich; ja, als ich aus Dankbarkeit ſeine abgemagerte Hand küßte, ließ er mich machen und blieb gleichguͤltig gegen die Beweiſe meiner Liebe zu ihm. Nach einigen Augenblicken des Stillſchweigens ſtand er von ſeinem Stuhle auf, nahm mich, ohne etwas zu ſprechen, bei der Hand und brachte