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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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mich, Adelina, hoffen zu dürfen, daß es Gott ge⸗ fallen hat, mich zum Werkzeug zu gebrauchen, um Sie vor tödtlicher Verzweiflung zu bewahren! Ich werde meinem Geburtsort Lebewohl ſagen dürfen, mit der Ueberzeugung, daß ich hier Nichts als Freunde zurücklaſſe.

Ach, ja! ſeufzte Adelina mit ſchmerzlicher Be⸗ ſtürzung;es iſt wahr, Sie wollen ſich in Antwer⸗ pen niederlaſſen. Das Uebermaß des Glücks hat es mich vergeſſen laſſen.

Sie ließ das Haupt auf die Bruſt ſinken und murmelte traurig:

Ach! ich war zu ſtolz in meiner Hoffnung; der Himmel ſtraft mich durch die bitterſte Enttäuſchung. Allein, allein werde ich bleiben!

Franciska faßte ihre Hand und ſagte, während ſie dieſelbe durch zärtliche Schmeicheleien zu tröſten ſuchte:

Laß' unſere Abreiſe Dich nicht ſo tief betrüben, Adelina. Wir werden oft nach dem Dorfe kommen, um Dich zu beſuchen, und wenn Du Deinen Vater nach Antwerpen begleiteſt, wirſt Du niemals unter⸗ laſſen, bei uns abzuſteigen. Wir wollen zuſammen durch die Stadt wandeln, und ich werde Dir Alles zeigen, was daſelbſt zu ſehen iſt.

Adelina hatte nicht auf dieſe Worte geachtet; ſie ſchien aus einem Abgrund von Gedanken ſich zu er⸗ heben und ſprach mit einer ſeltſamen Gelaſſenheit in der Stimme:

Der Menſch darf nicht zu viel Glück auf ein⸗ mal verlangen. Es ſei denn ſo! Adolph, Sie gehen einer glücklichen Zukunft entgegen: Sie erwar⸗

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