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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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ſeine Adern fließen. Dann redete er, ſeinen glück⸗ lichen Traum fortſetzend, mit Dankbarkeit von Ihnen, Adolph, und erkannte an, daß er ungerecht gegen Sie geweſen ſei. Ich, ganz außer mir, ich rief aus: Wie wird Mutter Valkiers, wie werden Fran⸗ ciska und Adolph ſich freuen! O, könnte ich nur es ihnen ſagen, daß Du in der Geneſung biſt! Mein guter Vater murmelte halb ſchlummernd, denn der Schlaf ſchien ihn wieder zu überwältigen: Gehe, Adelina, gehe dieſen Morgen zu unſern Nachbarn und danke ihnen in meinem Namen. Mögen ſie meine Ungerechtigkeit edelmüthig vergeſſen! In⸗ dem er dieſe letzten Worte murmelte, iſt mein Vater wieder ſanft eingeſchlummert; und ich bin, von der heftigſten Ungeduld getrieben, hieher gelaufen, um Ihnen ſeine Dankesbezeugungen zu überbringen. Adolph, Adolph, welche Boiſchaft! Ach, könnte in Ihrem Herzen noch ein Schein von Anklage gegen meinen Vater zurückbleiben, ſo vergeben Sie ihm aus Mitleid mit mir!

So ſehr war der junge Mann von den Worten des Mädchens ergriffen, und noch mehr von dem geheimnißvollen Schimmer, der in ihren Augen leuch⸗ tete, ſobald ihr Blick auf ihn fiel, daß er beinahe nicht die Sprache fand, um ihr zu antworten.

Ich habe Ihrem Vater Nichts zu vergeben, Adelina, ſtammelte er.Ich habe ſtets erkannt, daß es ihm unangenehm ſein mußte, in mir einen Nebenbuhler zu finden; ſein Verdruß war einiger⸗ maßen begründet und gerecht. Glauben Sie mir, ſeine Geneſung freut mich ebenſo ſehr, wie wenn es mein eigener Vater wäre. Welche Belohnung für