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auf die beiden Mädchen. Adelina ließ ihnen keine Zeit, ſich auszuſprechen. Den Kopf umwendend und mit einem Blick unausſprechlichen Entzückens dem Jüngling ins Auge ſehend, hob ſie die Hände bittend zu ihm empor und rief:
„Adolph, Adolph, Retter meines Vaters, Gott ſegne Sie dafür!“
Und wie von einer unwiderſtehlichen Kraft ange⸗ trieben, trat ſie langſam auf ihn zu und ſchien die Arme um ſeinen Hals ſchlagen zu wollen; aber ein Seufzer entſchlüpfte ihr, und ſie warf ſich frohlockend an den Buſen der gerührten Wittwe.
„O, liebe Mutter,“ flüſterte ſie;„ja, laſſen Sie mich noch Ihnen den Namen Mutter geben. Mein Vater hat mir erlaubt, Sie zu beſuchen. Er liebt Sie gleichfalls wie vordem; auch er hat Adolph ge⸗ ſegnet.... Ich vergehe vor Glück, vor Seligkeit! Laſſen Sie mich weinen, bis mein Herz entlaſtet iſt! Meine Sinne verwirren ſich....
Frau Valkiers leitete das aufgeregte Mädchen zu einem Stuhl und ſprach, ſie mit ausnehmender Zärt⸗ lichkeit ſtreichelnd:
„Nun, ſuche Dich zu beruhigen, meine arme Ade⸗ lina! Es iſt für eine Seele, wie die Deinige, ein beinahe unerträgliches Glück, einen vielgeliebten Va⸗ ter nach drohender Todesgefahr zur Geſundheit zu⸗ rückkehren zu ſehen, nicht wahr? Denn Deine freu⸗ digen Worte laſſen uns denken, daß es heute mit Deinem Vater viel beſſer ſteht.“
„Kommt, tretet näher,“ ſprach das Mädchen mit froher Stimme;„ich will Euch erzählen, was ge⸗ ſchehen iſt; aber laßt es Euch nicht allzu ſehr angrei⸗


