pen nehmen, iſt die Freundſchaft oder Feindſchaft von Herrn Heuvels von wenig Belang mehr für uns.“
„Wie ſo? Glaubſt Du denn, Großvater, daß wir nie mehr in unſern Geburtsort zurückkehren? Und wie angenehm wird es dann nicht ſein, zu wiſſen, daß da Menſchen wohnen, die uns ein freundliches Andenken aufbewahrt haben und mit offenen Armen bereit ſtehen, uns zu empfangen. Und dann, wenn Herr Heuvels mit Adelina nach der Stadt kommt, werden ſie eine andere Herberge ſuchen, als unſere Wohnung? Eine unerwartete Feindſchaft hat unſer Leben mit Bitterkeit erfüllt; und ich ſollte nicht jubeln, wenn die Sonne der Verſöhnung und der Freundſchaft vor meinen Augen aufſteigt?“
„Wenn Deine Hoffnung gegründet iſt, warum läßt Herr Heuvels dann Adolph nicht rufen? Es liegt etwas Undankbares, etwas Höhniſches in ſeinem Benehmen.“
Das Mädchen war im Begriff, zu antworten, ſprang aber plötzlich auf und ſtieß einen lauten Schrei aus, während ein ähnlicher Laut auf ihren Ausruf antwortete.
Adelina, die Tochter von Heuvels, war unerwar⸗ tet in das Zimmer getreten. Sie hatle ſich ihrer Freundin an den Hals geworfen und lag weinend und ſchluchzend an ihrer Bruſt.
„Ach, theure Franciska!— Ach, gute Adelina!“ waren die Laute, welche zwiſchen unverſtändlichen Freudenbezeugungen deutlich ſich vernehmen ließen.
Der junge Doctor und ſeine Mutter zitterten vor Ueberraſchung und hefteten ſchweigend ihre Augen
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