„Aber wie kommt es, daß Sie Alle ſo unruhig ſind?“ bemerkte dieſer verwundert.„Es iſt in dem Zuſtande von Herrn Heuvels Nichts, was Ihre Be⸗ ſorgniß rechtfertigt, wenigſtens meiner Anſicht nach.“
„Siehſt Du wohl, Großvater, daß Du Unrecht haſt?“ frohlockte Franciska.
„Sie werden unſer Frühſtück theilen, nicht wahr, Herr Van Hoof?“ ſprach Adolph, einen Stuhl an den Tiſch ziehend.
„Ich danke Ihnen; ich habe bereits gefrühſtückt.“
„Setzen Sie ſich wenigſtens. Ihr frühzeitiger Beſuch hat alſo keinen Grund, der uns Beſorgniß erregen könnte?“
„Durchaus nicht. In einer Stunde muß ich in dem Weiler Nederhout ſein, um mich mit meinem Collegen Teerlinck über das Ausſchneiden eines bös⸗ artigen Geſchwürs zu berathen. Da ich geſtern nicht das Vergnügen hatte, Sie zu Hauſe zu ſinden, bin ich etwas früher abgefahren, um einige Augen⸗ blicke mit Ihnen ſprechen zu können. n Vorbei⸗ gehen wollte ich zugleich Herrn Heuvels beſuchen; aber die Magd ſagt, er ſchlafe. Es wäre unnütz, ihn zu wecken, da ich ihn bei der Rückkehr doch ſehen werde.“
„Unſer Großvater hat geſtern auf Ihrem Ange⸗ ſichte zu leſen geglaubt, daß Sie über den Zuſtand des Kranken nicht ganz ruhig wären; aber er hat ſich getäuſcht, nicht wahr? Es geht mit ihm ſo gut es möglich iſt?“
„Ich weiß nicht, was ich davon denken ſoll,“ antwortete Van Hoof, indem er zweifelnd die Ach⸗ ſeln zuckte.
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