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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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weiden? murmelte der Greis, indem er zweifelnd den Kopf ſchüttelte.

Gegen unerwartete Zwiſchenfälle iſt ein Doctor niemals verſichert, ſeufzte der Jüngling.

Großvater, Großvater, Du thuſt Dir immer Gewalt an, um die Sache recht ſchwarz anzuſehen, rief Franciska tadelnd.Adolph muß es doch beſſer wiſſen, als wir. O, wie glücklich wird die gute Adelina ſein! Schon den Tod des Vaters beweint haben und ihn wieder geſund ſehen! Durch Dein Zuthun, Adolph! Ach, wenn ſie hieher käme, wie würde ſie uns ihre Dankbarkeit bezeugen, mit ſo rührenden Worten, wie nur ſie zu ſprechen weiß!...

Das Mädchen unterbrach plötzlich ihre Worte und lief an das Fenſter, um nach einem Fuhrwerk zu ſehen, welches vor der Thüre von Heuvels ge⸗ halten hatte.

Es iſt Herr Van Hoof, der den Kranken be⸗ ſucht, ſagte ſie mit einer gewiſſen Aengſtlichkeit in der Miene.So früh! Was mag dieß bedeuten?

Sollte Etwas vorgefallen ſein? murmelte die Wittwe.

Ah, Herr Van Hoof kommt herüber! rief Franciska;Gott gebe, daß er ein Glücksbote ſei!

Adolph hatte kaum Zeit gehabt, einige Schritte nach der Thüre zu thun, als der Chirurg bereits in das Zimmer trat und ihm herzlich die Hand reichte.

Nun, College, was bringen Sie Neues von dem Kranken? rief der junge Mann mit ſichtbarer Beſorgniß.Hat er Sie ſo frühe rufen laſſen?

Die Wittwe und ihre Tochter zogen beinahe dem Chirurgen die Worte aus dem Munde.