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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Und ſich mit tiefem Ernſt auf dem Geſicht zu dem Pfarrer wendend, ſprach er:

Ehrwürden, ich begreife meine Pflicht. Meine Sendung iſt erfüllt. Es wäre unvorſichtig von meiner Seite, hier noch länger bleiben zu wollen, während meine Gegenwart den Kranken in eine ge⸗ fährliche Spannung des Geiſtes verſetzt. Ich werde der Fürſorge meines Collegen, Herrn Van Hoof, die pünktliche Anwendung der vorgeſchriebenen Mittel anvertrauen, und dann alsbald mich entfernen, um dem Kranken die nöthige Ruhe zu gönnen.

Nachdem er eine Weile in der Stille mit dem Chirurgen geſprochen hatte, wandte er ſich zu dem Patienten, der die Augen nur halb geöffnet hatte, und ſprach:

Leben Sie wohl, Herr Heuvels, ich verlaſſe Sie; wenn es Ihnen jedoch beliebte, mich noch ein⸗ mal rufen zu laſſen, ſo werde ich mit Freude mich Ihnen zu Dienſten ſtellen.

Der alte Doctor ſchaute ihn mit unſicherem Blicke an; doch gab er durch nichts Anderes zu erkennen, daß er ſeinen Gruß verſtanden hatte.

Der Pfarrer verließ mit Adolph das Zimmer und ſtieg ſchweigend hinter ihm die Treppe hinab.

Unter der Thüre wartete Adelina. Die Hände wie zum Gebet erhoben, rief ſie:

Adolph, Adolph, Sie gehen fort? O, ſagen Sie mir ein Wort, um meinen Muth zu ſtärken! Täu⸗ ſchen Sie mich nicht; iſt es wahr, darf ich hoffen?

Arme Adelina, ſeufzte der Jüngling;ſuchen Sie ſich zu beruhigen. Sie dürfen hoffen. Ich be⸗ ſchwöre Sie, ſorgen Sie, daß Ihr Vater genau die

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