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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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Ach, Gott ſei geprieſen! rief die Magd, mit aufgehobenen Händen die Treppe hinabeilend.

Adolph trat mit dem Kännchen Fleiſchbrühe an das Bett, verſuchte ſelbſt einen Löffel davon, um ſich zu überzeugen, daß ſie nicht zu warm war, und brachte dann das Kännchen und den Löffel an den Mund des Kranken.

Was iſt das? rief dieſer mit einer wunder⸗ baren Kraft, welche aus ſeinem innerlichen Grimme entſprang.Fleiſchbrühe, mir? Unſinn! O, könnte der Meiſter aller Meiſter, könnte Brouſſais aus ſei⸗ nem Grabe auferſtehen, er hielte Ihre ſchuldige Hand zurück! Sie wollen alſo Feuer in meine Eingeweide gießen?

Und Ihr Gelöbniß, Herr Heuvels? murmelte der Paſtor mit einem durchdringenden Blick.

Es ſei! klagte der Kranke.Ich will mich unterwerfen, und müßte ich, mit dieſer entzündenden Nahrung im Munde, den Geiſt aufgeben!

Er drückte wirklich, wiewohl immer noch das Ge⸗ ſicht verzerrend, ein paar Löffel voll hinunter, und verſuchte, weitere abzuwehren, aber Adolph verlor die Geduld nicht und hielt ihm zugleich aufs Neue den Löffel an die Lippen, indem er eindringlich ſprach:

Noch mehr, mein Herr, noch mehr; es wird Sie erquicken.

Und während er mit dem Einflößen der Fleiſch⸗ brühe innehielt, um den Kranken zu Athem kommen lu laſſen und nicht zu ermüden, fragte er in ſanftem

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vicht wahr, verehrter Collega, es thut Ihnen gut?