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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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verordnen darf, welche ich zu Ihrer Geneſung für zweckmäßig erachte. Wenn Sie meine Hülfe ver⸗ ſtoßen, werde ich unmächtig bleiben.

Da der Kranke nur durch einen bittern Ausdruck von Widerwillen antwortete, ſprach der Pfarrer zu Adolph:

Handeln Sie nach Ihrem Gewiſſen, mein Sohn; ich habe die feſte Hoffnung, daß Gott Ihre Be⸗ mühungen ſegnen wird. Zweifeln Sie nicht, daß Herr Heuvels Ihren Vorſchriften getreulich nachkom⸗ men wird. Er hat es mir feierlich verſichert und ich verbürge mich für ſein Gelöbniß.

Der junge Mann ſchritt nach einer Ecke des Zimmers und zog an einer Klingelſchnur.

Beinahe in demſelben Augenblick öffnete die Magd die Thüre.

Barbara, fragte der junge Mann,haſt Du keine Bouillon, Fleiſchbrühe?

Fleiſchbrühe? rief die Magd halb beſtürzt. Fleiſchbrühe! Für den Herrn? Wird er eſſen?

Antworte mir, Barbara.

Es iſt Fleiſchbrühe von geſtern da, gute Fleiſch⸗ brühe, aber ſie iſt kalt.

Mache ſchnell einen Topf davon warm, etwas mehr als lau, und bringe ſie mir. Hernach ſchnei⸗ deſt Du ein großes Stück guten Ochſenfleiſches in kleine Stückchen und läſſeſt es in ein wenig Waſſer kochen, bis das Fleiſch ſich beinahe auflöst. Du verſtehſt mich, eine gute Bouillon.

Ja, ja, mein Herr, murmelte die Magd in freudiger Ueberraſchung, während ſie in aller Eile die Treppe hinunterſtieg.