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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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Mittel zur Bekämpfung der pleurisis angewandt,

und dieſelbe auch völlig überwunden haben.

Er wird mir noch beweiſen, daß ich gar nicht

krank bin! brummte der alte Doctor, beinahe un⸗ hörbar, aber mit beißendem Spott.

Im Gegentheil, Herr Heuvels, antwortete Adolph,ich werde zu beweiſen ſuchen, daß Sie ſehr krank ſind; aber zugleich, daß Ihre Geneſung wahr⸗ ſcheinlich iſt, wenn ich glücklich genug bin, Sie meine Anſicht theilen zu ſehen. Es ſchmerzt mich, Etwas ſagen zu müſſen, was als eine Mißbilligung der Hand⸗ lungsweiſe meiner Amtsgenoſſen angeſehen werden könnte. Dennoch darf ich nicht zögern, meine auf⸗ richtige Meinung zu erklären. Was ich bei dem erſten Anblick Ihres Geſichts vermuthete, iſt durch eine nähere Unterſuchung für mich unverkennbar beſtätigt worden. Man hat das übermäßige Blutlaſſen zu ſehr verlängert und zu weit getrieben. Jetzt iſt keine andere Krankeit mehr da, als eine Anemia, eine beinahe vollſtändige Blutloſigkeit. Der eigen⸗ thümliche Ton Ihres Ausſehens und die nervöſen Schmerzen in Magen und Angeſicht, die Sie em⸗ pfinden, ſind genügend, um das Urtheil zu fällen, daß an die Stelle der Pleurisis die Anemia getre⸗

ten iſt; der blaſende Pulsſchlag, welchen Ihre Hals⸗

arterie vernehmen läßt, iſt ein eigenthümliches Symp⸗ tom Ihres neuen Uebels. Der Kranke ſchüttelte verneinend den Kopf und

gab dadurch zu erkennen, daß er ſich weigere, dieſer

Erklärung Glauben zu ſchenken. Ich bitte Sie, Herr Heuvels, ſagen Sie mir, daß ich dieſer Meinung gemäß Ihnen die Mittei

verordn zweckmä ſtoßen,

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