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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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ihm durch einen Blick den Bruch ſeines Gelübdes zu verweiſen.

Ein tiefer Seufzer entſchlüpfte der Bruſt des Kranken, und er gab ſich überwunden, indem er murrte:

Thun Sie mit mir nach Belieben; ich unter⸗ werfe mich dieſer nutzloſen Marter....

Der Paſtor warf jetzt auch einen Blick auf Adolph, um ihn bei dieſen unangenehmen Worten zur Geduld zu mahnen; aber der Jüngling bedurfte wahrhaftig dieſer Ermuthigung nicht; das Gefühl der Feierlichkeit dieſer Lage und vielleicht ein Strahl von Hoffnung, der in ſeine Bruſt gefallen war, hatten ſeinen Geiſt erhoben und ihm eine ungemeine Stärke verliehen. Anſtatt ſich durch den Widerwillen von Herrn Heuvels aufhalten zu laſſen, ſteckte er, ohne weiter Etwas zu ſprechen, den Arm unter die Schultern und lüpfte den Oberleib ein wenig auf. Der Chirurg leiſtete ihm hiebei hülfreiche Hand.

Das Ohr an die Bruſt des Kranken gehalten, lauſchte Adolph auf die leiſen Regungen, die von dem Zuſtande ſeiner Lungen oder ſeines Herzens Zeugniß geben konnten. Er drehte mehrmals den Kopf von der einen nach der andern Seite und legte endlich die zwei Vorderfinger der linken Hand auf die Rippen des Doctors und ſchlug ziemlich ſtark mit den Fingern der andern Hand darauf, ſo daß er einen hörbaren Ton hervorbrachte, der in der Bruſthöhle wiederhallte.

Der Ausſchlag dieſer Unterſuchung mußte ihm günſtig erſcheinen, denn es leuchtete ein Funke von 19