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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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kannte, daß es gefährlich wäre, zwei junge Leute auf ewig an einander zu ketten, wenn kein gegen⸗ ſeitiges Gefühl von Liebe dieſes Band rechtfertige. Es ſcheint, der Verdruß des Notars wird nicht lange dauern. Der Sohn von Herrn Grips hat bereits mehr als einmal das Verlangen ausgeſprochen, Conſtantia zur Frau zu nehmen. Er iſt noch jung und ſeine Eltern ſind ziemlich wohlhabend. Nach des Notars Worten ſcheint es, wir werden wohl in Kurzem von dieſer Heirath ſprechen hören. Ehrlich geſagt, ich glaube, Conſtantia wird mit dem Einnehmer glücklicher, als mit Ihnen. Sie ſind beide gut von Herzen, doch ohne Tiefe des Gefühls und ohns alle Poeſie der Geſinnung....

Man hörte die Schritte von Jemand auf dem Gang; Frau Valkiers öffnete die Thüre des Kabi⸗ nets und erſchrak beinahe, als ſie den Paſtor vor ſich ſtehen ſah.

„Ich möchte gern Herrn Adolph allein ſprechen,“ ſagte der Prieſter.

Seine Ankunft zu dieſer Stunde war für Jeder⸗ mann überraſchend. Niemand zweifelte, daß ſein Beſuch eine Folge von der Ertheilung der Sterb⸗ ſakramente ſei, da er kaum Zeit gehabt konnte, ſein Amtskleid abzulegen, und ſicher eine eilige Botſchaft von Herrn Heuvels oder von Adelina brachte... aber was mochte es ſein?

Adolph entſchuldigte ſich mit einigen Worten ge⸗ gen Herrn Van Horſt und führte den Paſtor in das Sprechzimmer.

„Ich habe bei Ihnen eine ſchwere Sendung zu erfüllen, mein Sohn,“ ſagte dieſer,„aber mein Ver⸗