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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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raſchung betrachtete.„Thränen? Ich hoffe doch, es iſt Ihnen nichts Schlimmes begegnet?“

„Der unglückliche Herr Heuvels! Man reicht ihm eben die Sterbſakramente,“ ſeufzte der Greis.

„Und darüber ſind Sie Alle ſo betrübt? In der That, ich habe Leute mit Kerzen vor ſeinem Hauſe ſtehen ſehen.“

Frau Volkiers wollte mit ihrer Tochter das Zimmer verlaſſen, und auch der Greis machte einen Schritt nach der Thüre, in der Meinung, Herr Van Horſt verlange mit Adolph allein zu ſprechen, aber ſie wurden freundlich durch die Worte zurück⸗ gehalten:

„Ich bitte, bleiben Sie; was ich zu ſagen habe, geht ebenſo wohl Sie, als Herrn Adolph an. Laſſen Sie uns Platz nehmen. Ich habe meine Stunde ſchlecht gewählt, aber der Bericht, den ich Ihnen bringe, wird Ihren Geiſt erheitern.“

Und ſich zu dem jungen Manne wendend, ſprach er in frohem Ton:

„Ich komme von der Stadt. Ach, Doctor, ich habe da Etwas für Sie gefunden, das herrlich und prachtvoll iſt: ein Haus in der Kaiſerſtraße, nicht zu groß, aber modern, hübſch und reizend, wie ein Juwel. Nur zweitauſend Francs Hausmiethe!“

„Zwei tauſend Francsſ“ murmelte der Greis mit großer Beſtürzung.„Das iſt ja erſchrecklich! Wie kann Adolph je ſo viel verdienen, um ſolche Miethe zu bezahlen?“

„Bah, das iſt meine Sache!“ ſcherzte Van Horſt. „Das erſte Jahr wird die Laſt etwas ſchwer zu tragen ſein, ich weiß es wohl; aber Sie ſollten froh

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