280
e unwiſſentlich, aus Verblendung, in Folge von erläumdung;— aber nun fühle ich wohl, daß eine alte Freundſchaft nicht ſo leicht bricht. Die ſchreck⸗ liche Nachricht hat mir das Herz erſchüttert, als läge mein eigener Bruder im Todestampfe. O Gott, erhalte ihm das Leben!“
„Adelina, Adelina!“ ſchluchzte das Mädchen, „unglückliche Freundin, wie hat Dich Verzweiflun zu Boden geſchlagen! Ich ſehe Deine Thränen, i6 höre Dein Stöhnen. Sitzend am Todtenbett Deines Vaters! Ach, mir blutet das Herz bei dem Gedon⸗ ten Deines unendlichen Schmerzes!“
Adolph verſuchte zwar ſeine Mutter und ſeine
Schweſter zu tröſten, indem er ihnen ſagte, noch ſei alle Hoffnung nicht verloren; aber er war ſelbſt ſo
erſichtlich von der tiefſten Angſt ergriffen, und ſeine Worte klangen ſo zweifelnd, daß ſie ohne Eindruc auf das Gemüth der Frauen blieben.
Es herrſchte eine lange Stille in dem Kabinet,
bis die Wittwe ihre Tochter an der Hand faßte,
während ſie in ſanftem Tone ſprach: „Komm, mein Kind, laß uns hinaufgehen. Wir
wollen in der Einſamkeit zu Gott beten, daß er
Adelina und ihrem Vater barmherzig ſei!“ Aber jetzt hielt ein Wagen vor dem Hauſe und
unmittelbar darauf klopfte Jemand an die Thüre des
Kabinets. Der Großvater öffnete und verbeugte ſich tief, denn es war Herr Van Horſt, der herein trat.
„Sie haben Kummer, meine lieben Freunde?“ fragie er, indem er ſie nach einander mit Ueber⸗
raſchu it 3
eben! Thai, ſtehen Zimm Schri Van aber
gehal geh
ſchlech bring
er in
habe prach zu g Juw
mit Wie Miet
„ „Da trage


