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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Dieſe Worte trafen den Jüngling ſichtbar; er ſchüttelte nachdenklich den Kopf und ſchaute zu Boden.

„Ach, Adolph, der Gärtner hat geſagt, Adelina ſei bleich und mager geworden wie ein Schatten. Seit ſechs Tagen und ſechs Nächten hat ſie noch kein Auge geſchloſſen; ſie thut Nichts als weinen, die Unglückliche!“

Ein Seufzer entſchlüpfte der Bruſt des jungen Mannes. Mit Gewalt gegen ſeine Bewegung an⸗ kämpfend, ſprach er:

„Franciska, warum ſo leidenſchaftlich ſich dem Kummer hingeben? Glaubſt Du denn, Schweſter, Adelina ſtehe mir nicht vor den Augen? Das Herz im Buſen zittere mir nicht vor Wehe und Mitleid? Aber ich tröſte mich mit der Gewißheit, daß vor Ab⸗ lauf weniger Tage unſere arme Freundin ſich der Geneſung ihres Vaters zu erfreuen haben wird. Die Zeichen der pleurisis ſind allerdings beunruhigend; das überflüſſige Blutlaſſen, welches man gewöhnlich gegen dieſes Uebel anwendet, wird Adelina erſchreckt haben; denn ſie hängt an ihrem Vater mit allen Kräften ihres liebreichen Herzens. Wenn der Gärt⸗ ner und andere Leute, die Herrn Heuvels ſehen, der Meinung ſind, es ſtehe ſchlimmer mit ihm, ſo iſt das begreiflich; aber ich bin überzeugt, daß er bereits in der Beſſerung begriffen iſt und Jichts weiter zu ſei⸗ ner völligen Geneſung, als die Wiederherſtellung ſeiner Kräfte bedarf.“

„Hätte Herr Heuvels Dich rufen laſſen, Adolph,

Du wäreſt vielleicht im Stande geweſen, ihm guten