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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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XI.

Adolph Valkiers ſaß in ſeinem Kabinet am Ar⸗ beitstiſche. Viele Bücher von aller Form und Größe lagen geöffnet vor ihm, und er ſchien mit tiefer Auf⸗ merkſamkeit den Inhalt von zwei oder drei zu ver⸗ gleichen.

Wäre es möglich geweſen, einen Blick auf den Inhalt dieſer Werke zu werfen, man hätte gefunden, daß ſie alle an Kapiteln offen lagen, die von ver⸗ ſchiedenen Entzündungen der Athmungswerkzeuge, und beſonders von der pleuris handelten.

Während er ſo in das Leſen vertieft war, trat ſeine Schweſter in das Kabinet und ſprach mit einem Ausdruck inniger Betrübniß auf dem Angeſicht:

„Adolph, der Gärtner von Herrn Heuvels hat da eben zu dem Schmied geſagt, daß es ſehr ſchlimm mit ſeinem Gebieter ſteht. Du ſuchſt uns glauben zu machen, doß ſeine Krankheit keine Gefahr droht; aber ich weiß nicht, wie es kommt, mich verfolgt eine unbegreifliche Bekümmerniß.“

„Du haſt Unrecht, ich wiederhole es Dir, Fran⸗ ciska,“ antwortete der junge Doctor.„Noch vor⸗ geſtern begegnete ich Herrn Van Hoof, dem Chirur⸗ gen. Er hat mir den Fall erklärt. Es iſt eine ein⸗ ſache pleuris; eine Entzündung dieſer Art iſt, ſo zu ſagen, unfehlbar zu kuriren, wenn man ſie von An⸗ fang an kräftig bekämpft.“

„Arme Adelina!“ ſeufzte das Mädchen;„ſie ſteht

mir immer vor Augen. Die ganze Nacht habe ich von ihr geträumt. Ich hörte ihre Stimme, die mich

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