Druckschrift 
Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

272

mer. Die Magd hatte gleichfalls ihren erſten Platz wieder eingenommen; das einzige Gerräuſch, welches ſich vernehmen ließ, war der Athemzug des Kranken, und von Zeit zu Zeit ein ſchmerzliches Stöhnen, welches aus Adelina's Buſen aufſtieg.

Barbara allein hörte in dieſem Augenblick, daß ein Fuhrwerk vor der Thüre hielt. Sie näherte ſich dem Bette und ſagte:

„Herr, da ſind die Doctoren.“

Mit den Augen auf Adelina weiſend, murmelte der Kranke:

„Thue, was ich geſagt habe, Barbara, und kehre dann zurück.“

„Kommen Sie, Adelina,“ ſprach die Magd, in⸗

dem ſie deren Arm faßte und ſie nöthigte, von ihrem Stuhle aufzuſtehen.„Kommen Sie, Ihr Vater will,

wie Sie wiſſen, mit den Doctoren allein ſein.“ Ohne Widerſtand ließ Adelina ſich nach einem

entfernten Zimmer bringen und ſetzte ſich dort muth⸗

los, erſchöpft und gebrochen auf ein Ruhebett nieder. „Laſſen Sie ſich nicht völlig niederſchlagen, armes

Kind,“ ſagte Barbara mit tiefgefühltem Mitleid.

„Wir täuſchen uns wahrſcheinlich in unſerer Beſorg⸗ niß; die Doctoren ſind jetzt da; ſie werden Gründe finden, uns zu beruhigen.“

„Die Doctoren?“ ſeufzte Adelina mit traurigem Spott in der Stimme.„Einer allein kann ihn ku⸗ iren

„Nein, Sie haben Unrecht,“ entgegnete die Magd. „Das iſt eine krankhafte Zuverſicht, Adelina. Herr Valkiers kann ein verſtändiger und gelehrter Arzt ſein, aber daß er Wunder thun kann, wo Andere

unmäch Glaube eine Ht Vaolkier⸗ ihm da Doctor⸗ Ich we ihr Urt Ad loſigkeit Magd dem gr ihres S ohne de Erſt Gang: ängſtlic erfahrer

walt, f bar rul

„Je ren üb Krankhe bemerke Gefahr, ſie ſind in der Con