„Da iſt der Briefträger! Da iſt die Poſt!“ rief Franciska nach der Thüre ſpringend.
Der alte Großvater wankte auf den Beinen; die Wittwe ſtieß einen halb erſtickten Schrei aus und ſank entkräftet auf einen Stuhl nieder; ſelbſt die muthige Adelina erbleichte. Noch größer wurde die Erregung von Allen, als Franciska mit einem Brief in der Hand in das Zimmer zurückkehrte und den⸗ ſelben ihrer Mutter reichte, während ſie mit beben⸗ der Stimme ſagte:
„Von Brüſſel, von Adolph! ach, ich zittere wie Schilfrohr!“
Es war ein Augenblick ergreifender Stille, wel⸗ cher dem Heffnen des Briefs voranging; kein Athem⸗ zug ſtieg aus der Bruſt auf; ſelbſt der Schlag des Herzens ſchien in ihrem Buſen zu pauſiren.
Die Wittwe erbrach den Brief, aber ſo langſam, daß die außerordentliche Spannung des Großvaters und der Mädchen nur noch geſteigert wurde.
Endlich heftete die erſchütterte Mutter ihr Auge auf den Anfang des Briefs; aber ihre Hand war unſtät und ihr Blick verwirrte ſich. Endlich erhob ſie ſich nach einem augenblicklichen Zögern, mit Ge⸗ walt gegen ihre Bewegung ankämpfend, und las laut genug, um von denjenigen, deren Blick mit leb hafteſier Neugier auf ihre Lippen gerichtet war, ver ſtanden zu werden:
„Gute, liebe Mutter, geliebter Großvater, theure Schweſter! o, preiſet Gott, Euer Adolp hat geſiegt!“
Erliegend vor ſeliger Rührung, ſank die Mutter an ihrem Stuhle auf die Kniee und hob die Hände
in Dar Francis fen; der ſtilles,! Abe brachen Die Mu Nie beid frohlocke klatſchte Der Ruhe ur effie hatte ge wiſſen,: Der Wittwe! Lies wir müſ chreibt!“ Die drangen vorzuleſer Nun ſchaft all⸗
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