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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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ches durch körperliche Schönheit, und überdieß durch ſittliche Schönheit, worauf es ſchließen ließ, bemerkens⸗ werth war.

In das Zimmer tretend, blieb ſie verwundert ſtehen und ſchien bei dem Greiſe und den beiden Frauen nach den Gründen ihrer Traurigkeit zu for⸗ ſchen. Mit einem ſanften Lächeln auf den Lippen, ſagte ſie:„Thränen in Ihren Augen? An dieſem glücklichen Tage? Es lief immer noch keine Nachricht ein? Ich habe auf der Straße ſo gut wie Sie um⸗ geſchaut. Ei, ei, Frau Valkiers, ei, Franciska, fort mit der Betrübniß! Tanzen, ſpringen, lachen müſſen Sie. Ehe eine halbe Stunde verfloſſen iſt, werden S vernommen haben, daß Adolph ruhmvoll geſiegt hat!“

„Adelina, wie kannſt Du das wiſſen?“ flüſterte Franciska bereits halb getröſtet.

„Aber man möchte ſagen, Du kenneſt Adolph nicht!“ antwortete das Mädchen.„Wenn man die meiſten von den Studenten, ſelbſt die mindeſt begab⸗ ten, dieſes Examen glücklich überſtehen ſieht, dann ſollteſt Du zweifeln wollen, ob Adolph einer ſolchen Prüfung wohl gewachſen ſei?“

„Sein letzter Brief! Sein letzter Brief!“ ſeufzte die Mutter.

„Nun, ſein letzter Brief,“ wiederholte Adelina, „was hat der zu bedeuten? Sie ſagten mir, daß er zweifelt, daß er unter der Laſt der Studien beinahe

erliegt. Adolph iſt beſcheiden; er mißtraut ſeinen

Kräſten. Dieß macht ihm Ehre; aber ich ſage Ihnen mit Ueberzeugung, daß, wenn es Adolph mißglücken könnte, ich mein Leben lang nicht mehr an die klarſte