mich all mein Muth. Armer Bruder! Wenn wir vor Unruhe faſt vergehen, was muß er während dieſes ſchrecklichen Examens, das über ſeine ganze Zukunft und über das Loos Aller, die ihn lieben, entſcheidet, nicht gelitten haben!“
Mit neuen Thränen und in dem Ton der Ver⸗ zweiflung ſchluchzte ſie:
„Mutter, ach, Mutter, wenn der Brief ein Un⸗ glücksbote wäre!“
Die erſchreckte Frau legte ſtillſchweigend den Arm um den Hals ihrer Tochter und zog ſie an ihre Bruſt, als wollte ſie durch dieſe traurige Liebkoſung ſie hindern, dergleichen Unheil verkündende Worte weiter auszuſprechen.
In dieſem Moment trat der Großvater in das Zimmer. Er warf einen Blick der Unzufriedenheit auf die beiden weinenden Frauen, ſchüttelte den Kopf und ſprach in ſtrengem Ton:
„Maria, Maria, das iſt nicht wohlgethan von Dir; und Du, Franciska, warum vergrößerſt Du die Angſt Deiner Mutter? Haben wir nicht allen Grund, um dem Ausgang von Adolphs Examen mit Gemüths⸗ ruhe entgegen zu ſehen? Bis jetzt hat er alle Prü⸗ fungen glücklich beſtanden; wir wiſſen, daß er, um für dieſen letzten Kampf ſich zu waffnen, ſeine Kräfte überſpannt hat. Es iſt ein Irrthum, glauben zu wollen, der Sieg werde ihm dießmal entgehen kön⸗ nen O, dieſer Zweifel iſt ärger, als die Gewißheit des Unglücks ſelbſt!“
Der Ton von des Greiſes Stimme war nicht ſo
ermuthigend, als der Sinn ſeiner Worte. Man konnte wohl merken, daß er nicht minder bewegt als
die Ar ſtimmr Frau „ unbezn Liebe ohne d Wir h recht p ſal üb gethan gewißh ein bis bald ke Sei denn ſi dem ſi ſtehen.
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